Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für
Traditionelle Chinesische Medizin e.V.

Diätetik

Das ein Übermaß bestimmter Speisen einen negativen Einfluß auf unsere Gesundheit haben kann, wissen Europäer nicht erst seit der Entdeckung des Cholesterins. Daß bestimmte Zutaten und Zubereitungsmethoden sowie die Zusammensetzung der Gerichte Krankheiten verhindern und Beschwerden verbessern können, ist weit weniger im öffentlichen Bewußtsein verankert. Die Chinesen haben dafür ein sehr differenziertes und auch auf eurpäische Gerichte anwendbares System der Zutatenunterteilung entwickelt. Demnach gibt es für bestimmte Jahreszeiten, bestimmte Beschwerden und bestimmte Personen besonders geeignete und ungeeignete Nahrungsmittel. Der Einsatz der geeigneten Nahrungsmittel folgt dabei jedoch nicht einem lebensfremden Dogmatismus, sondern hat auch als therapeutisches Prinzip Abwechslung und Sinnesfreuden als Ziel.

Die Einteilung der Lebensmittel erfolgt dabei nach dem sogenannten Temperaturverhalten (kalt (z.B. Rohkost) bis heiß (z.B. gerösteter Knoblauch)) und der Geschmacksrichtung (sauer (z.B. Rhabarber), scharf (z.B. Schnaps), süß (z.B. Hühnerfleisch), bitter (z.B. Bier), salzig (z.B. Krabben). Die Kombination aus Temperaturverhalten und Geschmacksrichtungen eines Gerichtes ergibt dann seine Gesamtwirkung.

Die Anwendung der Chinesischen Diätetik sollte im täglichen Leben erfolgen, aber mit der Unterstützung eines erfahrenen TCM-Therapeuten. Zur Einstimmung gibt es viele Bücher , die Lust auf eine ganz besondere Eßkultur machen.